Couch - Wiener Kreis für Psychoanalyse und Selbstpsychologie

Angebot Psychoanalytische Psychotherapie/Psychoanalyse

Wie verläuft der therapeutische Prozeß?

Zum psychoanalytischen Prozess

In der gemeinsamen Arbeit werden Ihre bis dahin brach liegenden Entwicklungsmöglichkeiten genützt und gefördert.

Das Bemühen der PsychoanalytikerIn, Sie in Ihrem Erleben zu verstehen, schafft eine Atmosphäre des Vertrauens, in der es möglich wird, über Erlebtes nachzudenken und darüber zu erzählen.

Die Erklärungen und Deutungen der PsychoanalytikerIn zu Ihrem Handeln, Denken und Fühlen können Ihnen neue Sichtweisen eröffnen, die es ihnen ermöglichen zu verstehen, wie Sie geworden sind und worunter Sie leiden.

Sobald der psychoanalytische Prozess in Gang kommt, tauchen Gefühle und Wünsche auf, die verstanden und erfüllt werden wollen. Oft können sie mit der Vergangenheit in Verbindung gebracht werden und so ihre entsprechende Bedeutung erfahren. Nicht selten werden sie als Bedürfnisse erkannt, die früheren Bezugspersonen gelten und von diesen nicht entsprechend erfüllt wurden.

Das Trauern darüber, was in der Vergangenheit nicht möglich war, sowie das Gefühl angenommen zu sein, ermöglicht das Hereinnehmen von Bedürfnissen und Gefühlen in die Gesamtheit der Persönlichkeit, die bisher nicht bewusst waren.

In der Psychoanalytischen Praxis erfolgt die Anwendung der Psychoanalytischen Theorie in zwei möglichen Formen:

Psychoanalytische Psychotherapie

Die Therapie findet ein bis zweimal wöchentlich im Sitzen statt.

Psychoanalyse

Sie kommen drei bis viermal wöchentlich und liegen auf der Couch während der/die PsychoanalytikerIn hinter Ihnen sitzt. Dadurch wird im Gegensatz zur psychoanalytischen Psychotherapie eine tiefer gehende Bearbeitung des Leidens möglich.

Wie kann die Methode der selbstpsychologischen Psychoanalyse beschrieben werden?

In der Analyse (der Therapie) versucht der Analytiker, dem aktuellen Erleben des Patienten möglichst nahe zu kommen, es so gut wie möglich aus dem subjektiven Erleben des Patienten heraus zu verstehen, sodass der Patient sich verstanden fühlen kann. So kann stecken gebliebene Entwicklung wieder in Gang kommen, weil alte Beziehungsangebote des Patienten nun anders (vom Therapeuten) beantwortet werden. Auf diese Weise kann der Patient sich in seinem Selbsterleben und seinen Verhaltensmustern erfahren. Frühe und auch spätere Defizite werden erkennbar und nachfühlbar. Zum Teil können sie sogar, soweit es im Rahmen einer Therapie möglich ist, ausgeglichen werden: Der Patient fühlt sich akzeptiert, vielleicht bewundert, jedenfalls gespiegelt; er kann den Analytiker idealisieren, weil er ihm nicht nur sein Verhalten und sein Erleben, seine Geschichte, seine Assoziationen und seine Träume durch die Deutungen verstehbar macht, sondern er auch die Beruhigung und Sicherheit erlebt, die damit und mit der therapeutischen Beziehung einhergeht. Zugleich kann er sich, mit dem Therapeuten an einer Aufgabe arbeitend, nämlich an seiner Wiederherstellung, mit ihm im Wesen und Tun als gleich erleben.

Im Idealfall einer gelungenen Therapie könnte der Patient zuletzt sagen: Ich selbst und meine Strebungen sind mir wertvoll und ich vertraue darauf, dass ich meine Ziele mithilfe meiner Fähigkeiten verwirklichen kann.

Die Methode der selbstpsychologischen Psychoanalyse besteht also darin, dass der Analytiker dem Patienten den therapeutischen Raum zur Verfügung stellt, sodass der Patient die in dieser Beziehung möglichen Anteile seiner Störung über Assoziationen, Phantasien, Träume oder auch über das Ausagieren wiederbeleben kann. Der Analytiker ermöglicht durch sein verstehendes Annehmen dieser Beziehungsanteile dem Patienten eine teilweise Befriedigung der von der Kindheit bis heute offenen Bedürfnisse. Gleichzeitig ermöglicht er durch seine Deutungen den schrittweisen Umbau von Funktionen, die er bis dahin für das Selbsterleben des Patienten erfüllt hatte, in Strukturen, die in der Person des Patienten verankert werden und über die der Patient nun zunehmend selbst verfügen kann. Dieser Schritt wird vor allem über das Durcharbeiten der negativen, oft nie erlebten Gefühle oder Affekte ermöglicht, die der traumatisierenden oder schädigenden Situation der Kindheit zugehören. Dabei spielt die Trauer zuletzt eine entscheidende Rolle (Affektintegration). Diese Affekte störten, weil sie nicht bewusst oder nicht hinreichend durchlebt waren, das gesamte psychische Erleben des Patienten und äusserten sich in den Symptomen.

Kontakt

Wenn Sie gerne eine psychoanalytische Psychotherapie oder eine Psychoanalyse machen möchten:
Adressenliste PsychoanalytikerInnen

Beratungsstelle: +43 (650) 760 10 01

Gründe für Psychoanalyse

  • Ich fühle mich leer
  • Ich habe depressive Zustände
  • Mein Partner hat mich verlassen
  • Essen ist ein Problem für mich
  • Ich habe Schlafstörungen
  • Ich habe Panikattacken
  • Ich erlebe in meinen Beziehungen immer wieder dieselben Schwierigkeiten
  • Ich leide unter Zwangsgedanken– und handlungen
  • Ängste behindern mein Leben
  • Ich habe eine Unzahl von Ärzten aufgesucht und keiner weiß, was mir fehlt
  • Beruflich und privat geht es mir eigentlich gut, aber ich kann nach nunmehr 40 Jahren keinen Sinn mehr in meinem Leben erkennen.
  • Ich hatte doch eine glückliche Kindheit; warum habe ich jetzt das Gefühl irgendetwas fehlt, damit ich mit meinem Leben zufrieden sein kann.
  • Ich fühle mich überfordert
  • Ich bemerke, dass ich mich immer mehr zurückziehe und vereinsame.
  • Ich bin mit meinem Sexualleben sehr unzufrieden
  • Ich bin ein Verbrechensopfer
  • Ein traumatisches Erleben belastet mich bis heute
  • Ich fühle mich unsicher und unterlegen
  • Ich werde von den anderen Menschen nur benutzt, ausgebeutet und kann mich nicht dagegen wehren